Fünf Themen für Zahlungsverkehr und Payments in 2018

2018 wird zum Jahr der Umsetzung

Zahlungsverkehr und Payments sind als strategische Themen für Banken und Sparkassen wiederentdeckt. Für 2018 zeichnen sich keine neuen Revolutionen ab, vielmehr wird das Jahr von der Umsetzung bekannter Themen dominiert werden.

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Themen, Trends, Herausforderungen, Chancen und Gefahren für Finanzinstitute in 2018.

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So langweilig können Dinge sein – und gleichzeitig so spannend! Als der Bank-Blog vor einem Jahr nach den wichtigen Zahlungsverkehrs-Themen für 2017 fragte, rückte ich drei Themen in den Fokus: erstens PSD2, zweitens Instant Payments und drittens Personal Finance Management. Alle drei müssten mit Energie und Intelligenz vorbereitet werden, da sie in 2018 integrativ Schlagkraft entwickeln würden.

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Drei Themen im Fokus 2018

Für 2018 stehen wieder drei Themen im Mittelpunkt: erstens PSD2, zweitens Instant Payments und drittens Personal Finance Management. Aber nun geht es nicht mehr um die Vorbereitung, sondern um die überzeugende Einführung bei den Kunden, also um praktizierte Kundenbindung der Hausbank, bevor andere Finanzdienstleister die Rosinen herauspicken.

Bankberater müssen ihren gehobenen Kunden die Finanzplanung mit PFM aktiv nahebringen, sie bei der Einrichtung des Systems und der Klassifikation der Zahlungen in einem eigenen Beratungsgespräch unterstützen. Kunden, die Vertrauen zum Berater entwickeln bzw. ausbauen, werden ihn autorisieren, auch die Daten anderer Banken abzurufen (PSD2!), um ein vollständiges Finanzbild an einer Stelle zu gewinnen. Und Berater, die es besonders gut machen, dürfen dann auch Zahlungen auf den Konten anderer Banken auslösen – um zum Beispiel Finanzanlagen zu disponieren. Greifen zusätzlich noch Instant Payments, so könnten die Konten bei anderen Banken in Sekundenschnelle leergeräumt sein. Zugegeben: Das mag ein wenig schwarz-weiß erscheinen. Aber vom Prinzip wird das die agilen und erfolgreichen Banken von den langsamen Vertretern der Zunft unterscheiden. Die einen räumen ab, die anderen werden leergeräumt.

2018 wird zum Jahr der Implementierung

Wer also in 2017 erst vorgedacht und dann gut vorgearbeitet hat, gleitet nahtlos in die Implementierung in 2018. Das ist die Minderheit, aber in einem überbesetzten Markt rekrutieren sich daraus die zukünftigen Gewinner. Viele hatten Zweifel, ob Gesetzgeber und Regulator die neuen Ansätze so zügig umsetzen würden. Andere haben schlichtweg die Kapazitäten nicht freimachen können. Wer heute zurückhängt, für den ist es zwar noch nicht zu spät, aber er muss schnell besondere Anstrengungen unternehmen.

Prof. Dr. Hans-Gert Penzel - ibi research

Prof. Dr. Hans-Gert Penzel ist Geschäftsführer von ibi research an der Universität Regensburg

Agilität bedeutet frühe Weichenstellung und Prioritäten

Weil nach fünf Themen gefragt wurde: Viertens werden Mobile Payments in den Mainstream übergehen, sie werden Teil der oben dargestellten Entwicklung. Sogar die großen beiden Sektoren haben Lösungen in den Startlöchern; nur Apple wartet in Deutschland erstaunlicherweise ab. Fünftens bleibt die Blockchain eine faszinierende, aber im Massenzahlungsverkehr weiter dahindümpelnde Technologie. Anders könnte das im dokumentären Zahlungsverkehr aussehen.

Was lernen wir daraus? Wer logisch denkt, muss nicht jedes Jahr „eine neue Sau durchs Dorf treiben“. Agilität heißt eben nicht Hektik, sondern frühe Weichenstellung mit klaren Prioritäten und konsequenter, schrittweiser Umsetzung.


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Trends für Banken und Sparkassen in 2018

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Über den Autor

Prof. Dr. Hans Gert Penzel

Prof. Dr. Hans-Gert Penzel ist geschäftsführender Gesellschafter des ibi research, Institut für Bankinnovation an der Universität Regensburg. Sein Institut analysiert und gestaltet IT-basierte Finanzinnovationen. Von 2004 bis 2010 war Herr Penzel Generaldirektor und CIO in der Europäischen Zentralbank. Davor hatte er in 13 Jahren mehrere C-Funktionen in der Vereinsbank, später Hypovereinsbank inne. Er begann seinen Berufsweg 1982 bei Hewlett Packard und wechselte 1985 fünf Jahre zu McKinsey & Company. Herr Penzel studierte VWL und Wirtschaftsinformatik in Mainz und Stanford; er promovierte in Software Engineering.

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