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Bitcoin und Co.: Kurzes Aufbäumen oder Trendwende?

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Beim Handel mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin brauchen Trader gute Nerven, denn die Kuchwankungen sind sehr hoch. Angesichts des jüngsten Kursanstiegs stellt sich die Frage, ob dieser nur ein vorübergehendes Phänomen ist oder eine nachhaltige Erholung ankündigt.

Steht der Bitcoin vor einer Trendwende zu nachhaltigem Kursanstieg?

Steht der Bitcoin vor einer Trendwende zu nachhaltigem Kursanstieg?

Bitcoin – vor drei Jahren hätten viele Haushalte und Anleger hier noch mit den Schultern gezuckt. Spätestens mit der Kursrallye 2017 und dem Absturz ab Dezember 2017 wissen viele etwas damit anzufangen. Kryptowährungen flackern in der Berichterstattung immer wieder auf. Seit einigen Monaten haben sich die Kurse deutlich erholt.

Wer auf dem Tiefpunkt im Januar 2019 BTC gekauft hat, kann sich inzwischen über einen satten Gewinn freuen. Bleibt eine Frage: Halten oder doch schnell noch die Gewinne mitnehmen. Schließlich kann es schnell auch wieder in die andere Richtung gehen.

Der Kursverlauf im Detail

Kryptowährungen haben einen fulminanten Aufstieg hinter sich, mussten innerhalb weniger Wochen erhebliche Kursverluste verkraften. Gerade das starke Ausbrechen von Bitcoin (BTC) und Co. im Zeitraum zwischen Januar 2017 und Dezember 2017 hat Anleger neugierig gemacht. Nach dem Absturz Mitte Dezember 2017 schienen Kryptocoins – zumindest auf den ersten Blick – erledigt.

Inzwischen sieht die Situation wieder etwas besser aus. Aus der Talsohle, die beim Bitcoin um die 3.290 US-Dollar lag, haben sich die digitalen Währungen inzwischen wieder herausgearbeitet. Wie sieht die Entwicklung im Detail aus?

Aktuell stehen die Zeichen bei vielen Kryptowährungen wieder auf Kursgewinn. Unter anderem haben Anfang Juli 2019

  • Bitcoin
  • Ethereum (ETH)
  • Tron (TRX)
  • Monero (XMR)

sehr deutliche Tagesgewinne einfahren können.

Beispiel Bitcoin: Anfang Januar notierte die Kryptowährung bei rund 3.000 Euro. Anfang April hatte der BTC-Kurs bereits die Marke von 4.000 Euro wieder erreicht.

Ab Anfang Mai setzten die Kryptowährungen dann zu einer neuen Kursrallye an. Mitte Mai erreichte der Bitcoin bereits mehr als 7.000 Euro. Ein neues Jahreshoch markierte der Kurs Ende Juni – mit über 11.000 Euro. Mittlerweile hat der Bitcoin wieder leicht an Boden verloren.

Die Entwicklung des Bitcoin-Kurses gegenüber dem Euro von 2013 bis 2019.

Der Kurs des Bitcoin hat zuletzt wieder deutlich zugelegt.

Eine ähnliche Entwicklung – also das starke Ansteigen des Kurses Anfang Mai, eine kleine „Delle“ in der ersten Junihälfte und ein anschließender Aufwärtstrend – ist auch bei anderen Kryptowährungen zu beobachten. Beispiele sind Ethereum und Binance Coin. Auf Bitwiki lässt sich mehr über die einzelnen Coins, ihre Entwicklung sowie die Handelsmöglichkeiten erfahren.

Wie lässt sich diese Entwicklung erklären?

Was spricht für eine längere Konsolidierung?

Kryptowährungen werden nicht wie Fiatgeld durch Zentralbanken verwaltet. Der Wert, den ein Bitcoin hat, bemisst sich also ausschließlich nach Angebot und Nachfrage am Markt. Gehandelt werden die Coins über spezielle Kryptobörsen. Im Kurs spiegeln sich immer wieder Einflussfaktoren auf beide Randfaktoren wider.

Beispiel Absturz 2017/2018: Hier machen Analysten den Ausverkauf verantwortlich. Anleger haben Gewinne mitnehmen wollen und sind aus ihren Positionen ausgestiegen. In der Folge hat eine Abwärtsbewegung eingesetzt, welche immer mehr Trader auf den Zug hat aufspringen lassen. Letztlich sind die Kurse sprichwörtlich ins Trudeln geraten.

Weitere Ursachen, die sich meist direkt auf den Preis auswirken, sind:

  • Krypto-Hacks
  • Regulierungsankündigungen.

Letztere sind in der Vergangenheit immer wieder publik geworden und haben Kurse nach unten gedrückt. Ähnliche Wirkung hat die Aussetzung des Handels oder wenn Krypto-Farmen aus dem Mining aussteigen.

Wie nachhaltig der aktuelle Kuprung sein wird, ist letztlich Kaffeesatzleserei. 2017 gingen in der 2. Jahreshälfte einige Prognosen von Kursen bis 100.000 Euro aus. Inzwischen wissen Anleger, dass dieses Ziel einfach zu ambitioniert war. Ausgestorben sind Kryptowährungen aber auch nicht. Analysten haben in den zurückliegenden Monaten eine Bodenbildung bei der Kryptowährung gesehen. Charttechnisch war der Anstieg also vorauszusehen. Welche Gründe sprechen dafür, dass es zumindest kurzfristig weiter in den Aufwärtstrend geht?

  1. Halving: Beim BTC steht demnächst (circa innerhalb der nächsten 12 Monate) das nächste Halving an. Damit wird die Zahl errechneter Coins je Block halbiert. Die zurückliegenden Halvings haben immer zu einem Preissprung geführt.
  2. Facebook: Das soziale Netzwerk will eine eigene Kryptowährung – Libra – auflegen. In Fahrwasser dieser Nachricht sind die Kurse anderer Kryptowährungen gestiegen.
  3. Regulierte Anlageprodukte: Futures und ETFs sind Anlageprodukte, die viele Trader in ihre Anlagestrategie eingebaut haben. Die mögliche Freigabe solcher Produkte können einen neuen Run auf die Kryptocoins auslösen.

2019 wird – allein schon aufgrund der Tatsache, dass die G20 eine stärkere Regulierung beschlossen haben – spannend. Und es könnte sich durchaus ein nachhaltiger Trend nach oben entwickeln. Wie weit es geht, bleibt abzuwarten. Einige Analysten sehen gerade den Bitcoin – gewissermaßen als Leitwährung – schon wieder in Richtung 20.000 US-Dollar unterwegs.

Was spricht dagegen?

Wenn Kryptowährungen 2019 tatsächlich wieder zu einer starken Rallye ansetzen, lohnt sich der Einstieg ja noch. Gerade Anleger, die am Markt noch keine Erfahrung haben, müssen sich mit verschiedenen Aspekten auseinandersetzen. Auf der einen Seite geht es hier um technische Grundlagen. Wer Kryptowährungen handelt, braucht zum Beispiel ein Soft- und Hard-Wallet.

Auf der anderen Seite steht die Frage im Raum, wie belastbar die aktuelle Entwicklung ist? Ein wichtiges Gegenargument: Anfang April schnellte der Kurs aufgrund einer Order mit sehr hohem Volumen nach oben. Werden solle Positionen nach Kursanstiegen wieder liquidiert, geht es genauso schnell wieder nach unten.

Sehr hohes Unsicherheitspotenzial hat auch die Regulierung. Sie kann auf der einen Seite vertrauensbildende Maßnahme sein – und eine neue Zielgruppe anlocken. Auf der anderen Seite besteht immer das Risiko, durch regulatorische Maßnahmen andere Trader aus dem Markt zu drängen. Die kommenden Monate werden auch hinsichtlich dieser Entwicklung sehr interessant. Und es bleibt immer noch das Risiko Gewinnmitnahme. Nach dem Motto: „Der Spatz in der Hand, statt die Taube auf dem Dach“, könnten einige Anleger früh Gewinne einstreichen – und den Kurs so unter Druck setzen.

Fazit: Kurserholung, aber Unsicherheit bleibt

Kryptowährungen – allen voran der Bitcoin – haben in den zurückliegenden Monaten Boden auf die alten Höchststände ein Stück weit gutmachen können. Analysten sehen aus verschiedenen Gründen noch mehr Luft nach oben. Trotzdem bleibt ein gewisses Maß an Unsicherheit. Gewinnmitnahmen oder Regulierungsbemühungen können die Kursrallye durchaus wieder beenden. In jedem Fall wird die zweite Jahreshälfte 2019 sehr spannend ausfallen.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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